Gemeinschaftsgarten
In 2018 haben wir erfolgreich ein Saisongarten für 4 Parteien angelegt und bewirtschaftet. Dieser erweitert sich nun und wird auch zu Gemeinschaftsgarten umbenannt, weil dies dem Charakter eher entspricht.
Denn neben dem Gärtnern geht es allen Beteiligten um das gemeinsame Arbeiten und Zusammensein. Die Erweiterung ist gerade in Planung, ein neuer Regeltermin wird noch bekannt gegeben.
Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!
Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, bei Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.
Thomas Häny
0178/4640388
Erweiterung für 2019
Nachdem erfolgreichen Jahr 2018 starten wir mit Freude in das Neue Jahr.
Es haben sich weitere Interessenten gemeldet, die gerne an diesem Projekt mitmachen wollen. Da sich der Charakter mehr zu einem Gemeinschaftsprojekt ändert haben wir uns entschlossen, dies nun den Gemeinschaftsgarten zu nennen, anstelle des Saisongartens bisher.
Enstprechend der neuen Interessenten und weil die bestehenden Parteien gerne mehr Beetfläche bebauen möchten, erweitern wir das Ringbeet um einen zweiten Ring.

Aktuell sind wir in der Planung, ein nächstes Planungstreffen findet am Do. 24. Januar 2019 (abends) statt.
Wer Interesse hat und gerne dazu stossen möchte, wendet sich gerne an Thomas Häny (Kontaktdaten oben).
Wir freuen uns über neue Gartengenossen.
Abschluss Saisongarten 2018
Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche Saison 2018 zurück, die sich in verschiednen Belangen ausbezahlt hat:
- – Lernerfahrung: es war eine sehr lehrreiche Zeit, sowohl beim Anlegen der Beete wie auch beim Pflanzen, Betreuen und Ernten der verschiedenen Kulturen
- – Soziales Zusammensein: der monatliche Regeltermin hat sich sehr bewährt, ca. 3-4h zum lockeren Austausch, dem gemeinsamen Arbeiten und zum Schluss zum gemutlichen Zusammensein.
- – Der Ertrag: wir hatten trotz Trockenheit grösstenteils einen sehr hohen Ertrag, der unsere anfängliche Erwartung deutlich übertroffen hat.
Die Pflanzen haben wir teilweise selbst aus Samen gezogen oder dann Jungpflanzen in Bioqualität dazu genommen. Insgesamt haben wir rund 40 verschiedene Kulturen ausgebracht, bis auf 4-5 Kulturen sind alle gut gekommen.
Mit der Trockenheit konnten wir gut mgehen, da wir dank des Wassersystems genügend Wasser vor Ort zum Beet brachten. Hierzu wird es später noch einen separaten Artikel geben.
Mulchbeet:
Im Mulchbeet wurden hauptsächlich nur Kartoffeln angepflanzt, ergänzt in einem Beet um Zwiebeln und Knoblauch sowie einzelne Maispflanzen. Die Maispflanzen haben nicht überlebt, entweder Trockenheit oder Pilzbefall waren stärker. Die Kartoffeln sind gut gekommen, beim Knoblauch und den Zwiebeln sind nur etwa die Hälfte gekommen, den restlichen war es offenbar zwischenzeitlich mal zu trocken. Insgesamt aber ein ansehnliches Resultat im Vergleich für den geringen Aufwand beim Anlegen des Beets.
Hügelbeet:
Die Hügelbeete waren hingegen sehr vielfältig bepflanzt: Salate, Kohlrabi, Karotten, Mangold, Rote Beete, Kurbis, Zucchini, Tomaten, Wirsing, Chinakohl, Lauch, Pastinaken, Schwarzer Rettich, Broccoli, Mais, Bohnen und rund zehn verschiedene Kräuter. Zum Teil in Sukzession oder in dichter Mischbepflanzung, es hat sich bewährt. Auch wenn der Aufwand zum Anlegen des Hügelbeets grösser war, meines Erachtens lohnt es sich durch den sehr üppigen Ertrag.
PermaBlitz: Anlegen eines Saisongartenbeetes
Für eine PermaBlitz-Aktion haben sich am Freitag 9. März eine Gruppe begeisterte Permakultur-Interessierten getroffen und ein erstes Saisongartenbeet hinter dem Tipi-Platz angelegt. Die Veranstaltung war die erste Kooperation der Bannmühle und der regionalen Permakultur-Initiative. Zielsetzung war, im Laufe des Nachmittags ein Beet in Form eines Mandala-Gartens anzulegen und zwar die eine Hälfte der Fläche als Mulchbeet und die andere Hälfte als Hügelbeet.
Erste Ideenskizze mit grober Materialberechnung
Die runde Form wurde bewusst gewählt um mittelfristig ein ansprechend gestalteten, sich über mehrere Ringe erstreckenden, essbaren Garten anzulegen. Da der Garten sowieso ohne Maschineneinsatz bewirtschaftet wird, steht der Ringform nichts entgegen, zumal dafür harmonische Formen möglich werden.
Zur Tat geschritten
Die ersten Arbeiten wie das Ausmessen und Vorbereiten der Beete fanden schon am Vormittag statt. Dann ab 13 Uhr versammelten sich alle Helfer, um tatkräftig mit der Umsetzung der Permakultur-Beete zu beginnen.
Bei Nieselregen wurden zuerst die Mulchbeete angelegt, was recht schnell und einfach ging. Zuerst wird eine Schicht Mist (3-5 cm) direkt auf den Grasboden verteilt und diese anschliessend mit unbedruckter Wellpappe licht dicht abgedeckt. Damit wird die Umwandlung der Grasnarbe in Humus beschleunigt und gleichzeitig ist schon etwas Dünger für die erste Fruchtfolge vorhandenen.
Den Abschluss bildet eine dicke Schicht aus Stroh.
Parallel ging es an die weit aufwändigeren Arbeiten für das Hügelbeet. Zum Glück sind genug PermaBlitz-Begeisterte gekommen, über die ganze Zeit waren rund 15 Leute in wechselnder Besetzung da.
Der Kern des Hügelbeets besteht aus einem ca. 50cm hohen und etwa 1m breiten Holzlager, bevorzugt die dickeren Äste in der Mitte und die Lücken aufgefüllt mit zunehmend dünneren Ästen. Das Ganze wurde dann dicht mit Holzschnitzel gefüllt. Das Holzlager dient hauptsächlich als Schwamm und reguliert die Feuchtigkeit im Beet. Zudem leistet es ein Beitrag zum Strukturbildung im Humus.
Als nächste Lage wird ca. 10 cm Mist darüber verteilt und drauf alle Grassoden mit dem Grün nach unten gelegt. Damit sind diese Nährstoffe gleich mit ins Beet zurückgegeben.
Weiter geht es mit einer Lage Wellpappe als Lichtbarriere, damit das Unkraut nicht gleich wieder nach oben durchschiesst. Darauf wird dann der abgetragene Mutterboden verteilt und als Abschluss kommt eine Lage Holzschnipsel als Mulch oben drauf.
Geselliger Abschluss
Natürlich gehört auch ein geselliges Zusammensein und eine Stärkung mit einer leckeren Linsensuppe zum Anlass. Insgesamt war es für alle ein sehr lehrreicher und intensiver Nachmittag. Ein herzliches Dankeschön an Alle für das tatkräftige Mitwirken. Ein sehr gelungenes Ergebnis für einen halben Tag konzentriertes Arbeiten.
Hintergrundinformationen
Mit den zwei unterschiedlichen Ansätzen soll über ein Zeitraum von 5 Jahren ein Vergleich bezüglich Arbeits- und Materialeinsatz einerseits versus Bodenverbesserung und Ertrag andererseits ermöglicht werden.
Wir werden das Ergebnis beobachten und weiter berichten.
Thomas Häny, Bannmühle, Odernheim am Glan
Harald Wedig, Permakultur-Initiative, Odernheim am Glan

